Vor Gericht: Gleiches Recht für keinen

„Auch nach der Novellierung des Familienrechts im Jahr 1998 wird bei den Gerichten der Grundsatz vertreten: Lieber eine schlechte Mutter als einen guten Vater. Mit Gleichheit hat das nichts zu tun, sondern eher damit, dass sich die Gerichte schwer tun, alt eingefahrene Gleise zu verlassen.” Stellvertretend für viele sagt dies ein alleinerziehender Vater aus Berlin. Der Kampf um seinen Sohn war vergleichsweise kurz: ein Jahr.

Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Erzählungen von Männern, die ihre Erlebnisse vor Gericht als drastische Ungerechtigkeiten erlebt haben. Sie berichten von unterschiedlichem Recht, je nachdem, ob ein Verhalten der Frau (Mutter) oder des Mannes (Vater) beurteilt werden soll. Detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es keine, erst recht keine Beweise. Die Berichte der Betroffenen sind aber eindeutig, und neuere wissenschaftliche Arbeiten deuten so ein Rechtsgefälle zumindest an.
(...)
Die Ungleichbehandlung bezieht sich nicht nur auf Sorgerechts-Streitigkeiten, sondern ebenso auf Umgangs-, Unterhalts- und alle sonstigen strittigen Fragen zwischen den getrennten Eltern. Beim Sorgerecht und dem für die praktische Lebensführung entscheidenden Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt es aber naturgemäß die größten Dramen und schlimmsten Skandale. Mehr lesen »

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Veröffentlicht in 01 - Auszüge aus den Buchkapiteln, 8 - Vor Gericht: Gleiches Recht für keinen | Getagged , , , , , , | 1 Kommentar

Sex für Single-Daddys (und Liebe natürlich auch!)

Als Single-Daddy haben Sie in der Liebe bessere Karten, als Sie vielleicht denken. Denn Sie bringen eine Menge Attribute mit, die Frauen gefallen: Sie sind zuverlässig, fürsorglich, geduldig und haben ein großes Einfühlungsvermögen. Sie strotzen vor Tatkraft und meistern Ihr Leben im Multitasking-Modus. Sogar kochen können Sie, Sie tragen den Müll selbst runter und wissen, wie viel die Milch kostet. Und wenn Sie mit ihren hübschen Kids durch die Fußgängerzone schlendern, lesen die schönen Frauen, die Ihnen begegnen, eine wichtige implizite Botschaft ab: „Der Mann ist zeugungsfähig, und die Kinder sind wirklich entzückend!” Da weiß frau gleich, woran sie ist …
Einschränkend muss gesagt werden: Es gibt beim Flirtfaktor ein enormes Stadt-Land-Gefälle: Wenn Sie mit Ihren Kindern in einer Kleinstadt oder einem Dorf leben, wo die traditionelle „intakte” Familie noch die Regel ist, wo es kaum Single-Mütter gibt, und Sie als Single-Vater sowieso als exotisches Alien gelten, dann wird es etwas schwieriger, eine ungebundene Partnerin zu finden (Doch nicht verzweifeln: Keine Frau ist einem netten Flirt abgeneigt, eine verheiratete schon erst recht nicht). In der Großstadt schwimmen Sie jedoch wie der Hecht im Karpfenteich. Die Hälfte aller Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, die Ihnen begegnen, ist geschieden, getrennt, alleinerziehend, steckt gerade in einer schweren Trennungskrise – irgendwas davon stimmt immer. Mehr lesen »

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Tu, was du willst!

Sie haben es weit geschafft. Die Zeit von Streit und Trennung liegt hinter Ihnen, Sie haben Ihrem Kind/Ihren Kindern ein sicheres, stabiles Umfeld geschaffen. Die schwierige Balance zwischen Kindererziehung und Berufsleben kriegen Sie immer besser hin. Das alles zehrt aber an den Kräften, manchmal fühlen Sie sich wie ausgebrannt. Eingesperrt im Hamsterrad drehen Sie Ihre Runden. Manchmal sind Sie einfach nur todmüde, an anderen Tagen verfallen Sie in Depression.
Seien Sie gewiss: Vielen geht es so. Abertausenden alleinerziehenden Müttern und immer mehr Vätern. Nur, es ist noch keine Hilfe, zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Es zeigt Ihnen aber: Was Sie durchlaufen, ist eine ganz normale Reaktion auf das tägliche Gefordertwerden bis zur Grenze. Sie tragen für Ihr Kind/Ihre Kinder die Verantwortung ganz alleine – jedenfalls in der Normalität des täglichen Lebens. Wenn Sie sich einmal schlecht fühlen, krank oder niedergeschlagen sind: Es fehlt der Partner, der zweite Elternteil, der dann einspringt. (Niemand sagt, dass das in „intakten Familien” tatsächlich immer so ideal abläuft, aber die Chance dazu ist zumindest da.)

Wenn Sie nicht versauern wollen, müssen Sie ausbrechen. Temporär. Verlassen Sie das Hamsterrad. Dazu brauchen Sie nicht gleich auf die Fidschi-Inseln zu fliegen. Viel wichtiger: Nehmen Sie sich Zeit für sich. Entdecken Sie Ihre Hobbys (wieder). Treffen Sie sich mit Freunden wie früher, als Sie noch Single waren. Unternehmen Sie Ausflüge und Reisen, wenn Sie das früher gern gemacht haben. Ob Sie Ihre Kinder dabei mitnehmen oder nicht, ist gar nicht so relevant. Es geht nicht darum, die Kinder irgendwo abzustellen – das werden Sie gar nicht wollen. Das Entscheidende ist: Setzen Sie Ihre Wünsche und Ihre Interessen mal an die erste Stelle. (...) Mehr lesen »

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Esoterisches Schlusskapitel

Im letzten Kapitel, nachdem wir nun schon so allerhand durchgemacht haben, gehe ich zum Du über. Es geht jetzt darum, nach vorne zu schauen und dabei die Vergangenheit als Wissensschatz mitzunehmen. Nicht alles aus der Vergangenheit – aber das, was uns fördert, nützt und voranbringt. (...) Es ist alles offen und liegt in der Kraft der Gedanken. Im Leben ist alles für alle im Überfluss vorhanden. Wir müssen nur unseren Willen richtig einsetzen.

Blut ist dicker als Wasser


Die Kinder: Du hast eine große Chance im Leben bekommen. Als alleinerziehender Vater wirst du deinen Kindern viel näher kommen als bisher. Du wirst dich damit beschäftigen, was Kindererziehung eigentlich bedeutet, in der Praxis und theoretisch. Du hast gespürt, dass Blut dicker ist als Wasser. Einen Freund zu verlieren tut weh, vielleicht sogar lange, aber man kann es verschmerzen. Vom eigenen Kind getrennt zu sein und es nicht mehr sehen zu können, ist etwas ganz anderes. Es ist ein Schnitt in deine Existenz. Viele alleinerziehende Väter haben vorübergehend diese Erfahrung gemacht, ehe das Kind/die Kinder zu ihnen kamen. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Du hast erkannt, wie wichtig dir deine Kinder wirklich sind. Als alleinerziehender Vater wirst du deinen Kindern deshalb immer den Stellenwert geben, den sie verdienen. Ihr werdet ein grandioses Team. Du siehst sie neben dir aufwachsen und bist an jedem Tag stolz auf sie.

Die Schwingungen des Unterbewussten


Die Ex: Deine Expartnerin, die Mutter deiner Kinder/deines Kindes, wird ein Teil deines Lebens bleiben. Mache das Beste daraus. Dass Menschen sich trennen, auseinander gehen, liegt meist nicht nur an einem von beiden. Es ist eine Wechselwirkung, manchmal ein übertrieben schnelles Sich-Hochschaukeln. Oft wird die Beziehung dann vorschnell mutwillig zertrümmert, weil man einfach nicht genug Geduld hat.
Ihr habt euch getrennt. Vielleicht war es ein schlimmer Abschied, vielleicht sogar Krieg und Terror. Auch wenn du meinst, du seist aufs gemeinste hintergangen worden, auch wenn du glaubst, du bist verraten: Frage auch immer nach deinen Anteilen. Erinnere dich, dass du diese Frau ja auch einmal geliebt hast. Warst du damals geistig umnachtet? Wahrscheinlich nicht. Euer System hat damals einfach noch funktioniert. Wenn sich zwei Menschen zusammentun, dann finden sie etwas ineinander. Es ist die Kompatibilität der unbewussten Anteile, der Schwingungen des Unterbewusstseins, die uns zusammenhält. In vielen Fällen ist es aber nur ein vorübergehender Gleichklang. Es gibt da keine Schuld. Versuche also, ein entspanntes, normales Verhältnis zu deiner Ex hinzukriegen. Erwarte keine Wunder, so etwas braucht Zeit von beiden Seiten, aber man kann Fortschritte machen. Im Idealfall werdet ihr irgendwann Freunde – aber das ist weiß Gott ein langer Weg…

Im Buch:
• Die Balance finden
• Liebe braucht Zeit
• Sei konsistent

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Alleinerziehende Väter — Interviewpartner gesucht

Die Sendung Nachtcafé ist eine themenorientierte Talkshow, die seit 20 Jahren im SWR Fernsehen ausgestrahlt und von 3sat übernommen wird. Moderator Wieland Backes unterhält sich mit sechs interessanten Zeitgenossen in einer Gesprächsrunde
über ein bestimmtes Thema. Dieses Mal lautet es: “Väter auf dem Vormarsch?” Aufgezeichnet wird die Sendung am Donnerstag, den 19. Oktober 2008 in Ludwigsburg bei Stuttgart. Am 31.Oktober wird sie ausgestrahlt.
Judith Wenk, swr: “Wir wünschen uns in dieser Sendung einen Mann, der seine Kinder allein erzieht, in Vollzeit und aktuell. Am Liebsten wäre uns ein Vater mehrerer Kinder, der dazu aus seinem Beruf ausgestiegen ist. Wenn jemand Zeit und Interesse hätte, in die Show zu kommen, wäre es am Besten, wir führen zunächst ein Vorgespräch am Telefon.”
Kontakt: Judith Wenk, Südwestrundfunk, Redaktion Nachtcafé
Tel.: 0049-(0) 711-9291497, Fax: 0049-(0)711-929 1419
www.swr.de/nachtcafe

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