Der Ratgeber für alleinerziehende Väter www.allein-vaeter.de

Wie dieses Buch entstand


Als ich selbst – völlig unvorbereitet und überraschend – zum alleinerziehenden Vater wurde, das war 2004, versuchte ich, mich ein wenig über das Thema zu informieren. Was ich an Büchern fand, war veraltet, altbacken und/oder nur aus Frauenperspektive geschrieben.

Kids zu HauseKurz: es gab nichts, was einem wirklich ein Gefühl und eine realistische Einschätzung davon geben konnte, wie das Leben als Single Daddy so ist. Da ich Journalist bin, lag es nahe, selber ein Buch zum Thema zu schreiben. Der humboldt-Verlag, mit dem ich gerade wegen anderer Projekte im Gespräch war, war an dem Thema interessiert. Das Buch ist nun fertig – und inzwischen haben wir alle mehr denn je das Gefühl, dass das Thema im Trend liegt und wir einen Nerv getroffen haben.
Im Laufe meiner Recherche habe ich 25 alleinerziehende Väter aus ganz Deutschland interviewt. Gefunden habe ich sie über (zum Teil sehr engagiert gemachte) Internet-Portale wie www.vatersein.de, www.allein-erziehend.net oder www.pappa.com

Ein kleines “Standardwerk”


Das Ergebnis ist ein Buch, das es so bisher nicht gab: Die gesammelten Erfahrungen alleinerziehender Väter, eine fundierte Datenbasis, plus authentische, erlebte Stories, sei es beim Kinderarzt, vor Gericht oder in der Schule. Oder, wie mein Verlag es beschreibt: “Dieser Ratgeber bündelt die Erfahrungen von zahlreichen Single-Papas und liefert wertvolle Tipps zu allen Lebenssituationen. Von ‘Haushaltskram’ und ‘Erziehung’ bis ‘Unterhaltszahlungen’ und ‘Sex’: Das perfekte Buch für alle alleinerziehenden Väter.”

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22 Kommentare

  1. Sandra F.
    Erstellt am 13. September 2015 um 21:49 | Permanent-Link

    “Wird die Studie für Alleinerziehende der US-Regierung auf die Situation in Deutschland übertragen, ergibt sich daraus ein Anstieg der Alleinerziehenden bis zum Jahr 2048 in Höhe von 52,2% für Gesamtdeutschland. Damit wird es ab dem Jahr 2045 mehr Alleinerziehende in Deutschland als Kernfamilien geben.” (Quelle: http://wir-sind-alleinerziehend.de/alleinerziehende-in-deutschland/) Das ist doch nicht möglich, oder?

  2. Roberto
    Erstellt am 26. Juli 2014 um 15:25 | Permanent-Link

    Mir geht seit Wochen auch nichts anderes durch den Kopf.. von daher kommt das Buch gerade recht ;)

    Übrigens, der Link aufs Buch hier im Artikel, da fehlt ein : bei http

    Schöne Grüße
    Roberto

  3. Lukas
    Erstellt am 4. Juli 2011 um 21:45 | Permanent-Link

    Ich bin mit 35 Jahren Witwer und alleinerziehender Papa meiner Tochter. Ich habe das Buch gekauft und bin in der Gruppe der alleinerziehenden Väter offenbar nochmal Teil einer kleinen Untergruppe (was mich überrascht). Wie oben bereits geschrieben, wird dieser Fall in dem Buch, genausowenig wie auf den meisten Webseiten, ausgeführt. Wenngleich die Alltagsprobleme die gleichen sind, hat man natürlich keine Streitigkeiten mit dem Partner (da beneide ich euch nicht!). Stattdessen warten neben der neuen Situation als alleinerziehnder Papa aber viele behördliche Dinge, durch den Tod des Partners. Man hat weiterhin mit der eigenen Trauer und der Trauer der Kinder zu kämpfen. Da die meisten ihren Partner sogar noch geliebt haben, ist es in dieser Situation auch nicht so, dass man die neu gewonnene Zuneigung bei den Frauen, als Potenter Kerl, der sogar selber den Müll raustragen kann, überhaupt nutzen möchte – es fühlt sich an wie Fremdgehen. Ich würde mich freuen in der nächsten Auflage des Buches auch jenen Vätern ein kleines Kapitel zu widmen. Ich konnte mich leider nicht wiederfinden.

  4. Miguel
    Erstellt am 13. Dezember 2010 um 22:38 | Permanent-Link

    Hallo bin auch seit dem 30.11. alleinerziehnder Vater, 31Jahre von 2 wundervollen Kindern (9 und & Jahre). Und ich bekomme von meiner Umgebung sehr viel Zuspruch. Nicht nur das, seitdem meine Ex-Lebensgefährtin weg ist, ist Ruhe und Harmonie bei uns eingekehrt. Die Kinder fühlen sich super gut. Sie fragen schon wann Sie eine neue Mama bekommen. Der Grund worum sie mich verlassen hat? Meine Art! Klar sagte Sie immer: Änder dich, aber Sie sagte nie was ich ändern sollte! Nun hat sie innerhalb von Tagen einen neuen Gefunden, ist zu ihm gezogen, ohne sich von den Kindern zu verabschieden und wo sie wohnt, weiß ich auch nicht. Die Stadt schon, also so 400 kilometer entfernt. Sie sollte sich eigentlich jeden Tag melden, aber das macht sie nicht. Da der neue einen 4 jährigen Sohn hat, der immer am Wochenende da ist und sie Ihn wohl als Sohn sieht, meldet sie sich auch nicht mal am Wochenende. Klar tut es mir sehr weh das sie weg ist und ich denke pausenlos an sie. Die letzten 10 Jahre kann ich nicht so vergessen, aber ich hoffe, ich finde auch mal eine neue Liebe, die mich mit zwei Kindern auch nimmt. Zum Schluß als sie gegangen ist, hat sie mir ein Schreiben aufgesetzt, wo sie keinerlei Ansprüche an die Kinder hat und die elterliche Sorge an mich abgibt. – Das zeigt doch schon, was das für eine Mutter ist.
    Ausrede von Ihr: Die kids wollten bei mir bleiben und Sie will keine Schlamschlacht machen.
    HAHA
    Ach, und jetzt soll ich auch noch 2 Affäiren gehabt haben über 2 mal 6 Monate.Ich habe diese Frau über alles geliebt und hätte sowas nie getan.
    Klar geflirtet habe ich mal, aber das ist doch kein Verbrechen….......!!?

  5. Klein, Marko
    Erstellt am 11. November 2010 um 22:42 | Permanent-Link

    Wenn ich in das Lachen meines Kindes schaue ist mir keine Last zu schwer.

  6. Manuela
    Erstellt am 20. März 2010 um 09:10 | Permanent-Link

    Hallo,
    ich bin mal eine Mutter die Ihren Kindern Unterhalt zahlt und wesentlich hinaus noch mehr tue. Dass heißt alle 14 Tage von Freitagabend bis Sonntagabend gehe ich meinem Umgangsrecht nach, und 1 x in der Woche hole ich sie aus der Schule und versorge sie mit Abendessen. Wenn weitere Sachen anfallen wie Kleidung, Schuhe, Frisör, etc. bin ich nicht die letzte die dazu beiträgt. Ich frage mich, wie schaffen es andere Frauen der Unterhaltszahlung nicht nachzukommen? Ich arbeite sehr viel, lebe sehr sparsam, habe mich von der Außenwelt sehr zurückgezogen, ja damit ich keinen Cent versuche auszugeben. Habe keinen Partner und lebe alleine. Also, ich muss für meinen Lebensunterhalt selbst aufkommen. Was ist nun das Resultat dieser Sache, dass mein Exmann noch mehr Unterhalt für die Kinder will, weil ihm das Geld nicht mehr ausreicht. Mein Ex ist seit einem Jahr wieder verheiratet, bekommt demnächst das 3. Kind, hat sich mit seiner neuen Frau ein Haus gekauft, Hochzeitreise hinter sich, ist Rechtsanwalt von Beruf, gönnt sich sehr viel, und ihm reicht das Geld hinten und vorne nicht.
    So und jetzt soll ich noch mehr zahlen. Habe Schulden, habe mich aus einer Partnerschaft gelöst, musste mir neue Möbel anschaffen und bin noch lang nicht fertig. Nebenher finanziere ich die Kinderwochenende ebenfalls, die jedesmal teuer sind. Ich bin mit meinem Latein am Ende. Wahrscheinlich soll ich bluten, dass ich mein Exmann verlassen habe. Gut, ich habe mich mittlerweile der Situation gestellt und werde darum kämpfen, dass ich auch noch ein wenig Leben darf.
    Meine allerletzte Waffe die ich hierzu einsetzen kann (auch wenn mir das Herz blutet und eventuell die Kinder drunter leiden müssen) ist, das Umgangsrecht nicht mehr wahrnehmen zu können, weil ich nicht mehr weiß, wie ich das alles finanzieren soll. So, jetzt könnt ihr mal die andere Seite lesen, über Frau die ein Beispiel ist für Männer, die sich ein Dreck um die Kinder scheren und für Frauen die es irgendwie schaffen sich von der finanziellen Verantwortung zu drücken. Ich weiß nicht was ich falsch mache, aber mehr kann ich nicht nicht mehr tun.

  7. Julia
    Erstellt am 20. März 2010 um 09:10 | Permanent-Link

    Keinen Unterhalt zu zahlen wird in England mit Führerschein und Passentzug bestraft …. das hilft es deutlich zu machen ….
    In Deutschland bringt Parkknöllchen nicht zahlen sofort mehr Ärger mit sich, als säumiger Unterhalt …. da stimmen die Werte nicht …..
    Den seelischen Schaden für die Kinder abwenden helfen muss um einiges härter bestraft werden …. sonst wird durch Mehrarbeit der bestraft, der oder die das Kind versorgt …. Täter und Opfer tauschen ihre Rollen …. der Täter kann sich in der Opferrolle verstecken statt zur Verantwortung gezogen zu werden …. vielleicht sind die hohen Kosten, die dadurch beim Staat aufschlagen, irgendwann ein Anlass zur Änderung … es wäre wünschenswert für zukünftige Kinder in dieser Situation zu erleben, wie sowohl der Vater als auch die Mutter zu ihrer Zeugung stehen, auch wenn sie nicht mit dem Kind zusammenleben und unter der Trennung schmerzhaft leiden

  8. Marc
    Erstellt am 20. März 2010 um 09:08 | Permanent-Link

    Bei meiner Ex ist es nicht anders.
    Anfangs keinerlei Interesse an unserem Kind, wochenends nur auf Disco, das ganze Geld für ihre Kleidung und Kosmetik ausgeben, verliebt sich in meinen Freund, verlässt mich, lässt ihren Sohn im Stich und kassiert jetzt auch noch Geld für unseren Sohn obwohl er schon immer bei mir ist.

  9. Robert
    Erstellt am 6. Februar 2010 um 18:43 | Permanent-Link

    Nur eine kurze Anmerkung: dramatische Fälle sind eher gar nicht auffindbar, mal abgesehen davon, dass eine Trennung der Eltern immer dramatisch ist !
    Aber so wie dies sich bei mir verhalten hat, derartige Fälle sind mir bis heute nicht bekannt! Bin 2003 von einer Sekunde zur anderen Alleinerzieher geworden. Durch abrupten Todesfall meiner geliebten Partnerin! Mein Sohn war da 2,5 Jahre. Meine Selbständigkeit beruflicherseits war ebenso rasch vorbei aufgrund der gesundheitlichen Situation von uns beiden, hatte keine Rückendeckung von Familie seinerzeit, meine Mutter, die dies gewährleisten wollte ist dann auch noch verstorben! Seit diesem Zeitpunkt bin ich dann zunächst als regulär Arbeitsloser geführt worden und dannach ins Hartz 4 geschehen implantiert worden! Was sich alles während dieser Zeit zugetragen hat, ist alles andere als alltäglich! Kurzum, würde mich echt mit ähnlichen Leuten auseinandersetzten wollen, doch dies blieb bis dato ein Wunsch. Schade, bin nur froh dass bis dato mein Sohn ein so tolles Kind geworden ist, samt dieser schrecklichen Geschehnisse – und weiterreichenden Folgen!

  10. Sandra
    Erstellt am 10. Januar 2010 um 01:44 | Permanent-Link

    Bin die zweite Frau und die Tochter meines Mannes lebt seit zwei Jahren bei uns. Und auch ihre Mutter zahlt keinen Cent, ist nun bereits zum dritten Mal verheiratet und hängt lieber an der Flasche, als sich eine Arbeit zu suchen und für ihre Tochter, die sie ja auch haben wollte, Unterhalt zu zahlen. Die zehn Jahre vorher, als mein Mann noch Unterhalt zahlen musste, hat sie das für selbstverständlich gehalten, dass er zahlt. Und sie? Ich finde sowas dem Kind gegenüber verantwortungslos. Und wer soll sonst die Verantwortung für ein Kind übernehmen können, wenn es selbst die eigene Mutter nicht kann?

  11. Michael K.
    Erstellt am 17. Dezember 2009 um 11:43 | Permanent-Link

    Hallo an den Autor
    und an alle, die dieses Buch gelesen haben bzw. die sich dafür als Mitwirkender zur Verfügung gestellt haben.
    Ich, männlich, 29 Jahre und seit 1 1/2 Jahren alleinerziehender Vater meiner 1 1/2-jährigen Tochter. Die grundsätzlichen, alltäglichen Dinge werden in diesem Buch ganz gut beschrieben und das finde ich auch alles in Ordnung.
    Die dargestellten Fälle der einzelnen Väter hören sich auch teilweise sehr dramatisch an, nur frage ich mich, warum es denn überhaupt soweit kommt?? Meiner Meinung nach gehören dazu ja immer zwei Menschen… Also es kommt ja wohl nicht von irgendwo her…
    Klar mag es in Einzelfällen so sein, dass die Frau einfach zu “Spinnen” anfängt aber zu den meisten Trennungsfällen gehören immer zwei Menschen dazu.
    @Autor:
    Es wäre sinnvoller gewesen mal einen Fall aufzuzeigen und zu interviewen, der wirklich total unverschuldet und von einer Minute auf die andere in diese Situation geraten ist. So einen Fall wo die Partnerin oder Ehefrau während oder kurz nach Geburt verstirbt und man erstmal mit dieser Situation und mit einem “noch” fremden Kind klarkommen muss. Nichts gegen das Buch, aber die Fälle finde ich doch sehr eintönig und ich konnte mich leider in diesem Buch überhaupt nicht finden. Ausser natürlich in den alltäglichen Dingen… Bitte verstehen Sie das eher als Anregung und weniger als Kritik. Vermutlich gibt es von meiner “Spezies” noch zu wenig Fälle…

  12. Jens Wieck
    Erstellt am 9. Juli 2009 um 09:06 | Permanent-Link

    Genau was dort steht, habe ich auch erlebt. Meine neue Lebensgefährtin und ich sehen uns als Familie zweiter Klasse. Meine Ex lügt vor Gericht und macht einen auf Mitleid und das Gericht steht auch noch auf Ihrer Seite. Ich müsste meine Tochter überreden zur Mutter zu gehen, bzw. müsste sie noch zu ihrer Mutter bringen und der Mutter noch die Füsse küssen. Als alleinerziehender Partner hat man vor Gericht überhaupt keine Chance. Die Mutter ist die Beste, obwohl sie sich jahrelang nicht um das Kind gekümmert hat, und als Vater ist man der Verlierer. Ich glaube nicht an die Gerechtigkeit vor deutschen Gerichten. Ich komme mir als Mann regelrecht diskriminiert vor.

  13. taramtamtom@
    Erstellt am 11. Juni 2009 um 10:24 | Permanent-Link

    @Claudia Relsieg
    Sie haben Ihre Situation recht eindrucksvoll beschrieben. Wenn @Uli P. hier die Vorstellungskraft fehlt, muss das nichts heissen ;) Sie scheinen einen praktikablen Weg gefunden zu haben mit Ihrer Situation umzugehen und sich durch unangemessene Gewohnheiten nicht dominieren zu lassen. Gratulation! (für noch mehr Zuspruch finden Sie mich unter yahoo.de) Und ja, Sie haben Recht: wir (allein)erziehenden Väter sind nicht automatisch ambitioniert die besseren Mütter zu werden. Und es wird für einige unmöglich bleiben, ihr traditionelles Rollenbild/-verhalten über den Haufen zu schmeissen.. Die Seite fehlte mir irgendwie in dem Buch. Auch sind mir proseccotrinkende Mamas im Park in den letzten fünf Jahren meiner ‘aktiven Vaterschaft’ eher selten begegnet. In der einen Hand das Glas, in der anderen den Schmöker. Wie haben die es wohl geschafft ihrem während der regulären Arbeitszeit vorbeiradelnden Anzugträgerpapa dann noch zuzuwinken..? Hmh.. Gut, Frankfurt ist einfach nicht München..
    Mein Fazit: Informativ. Im Zweifel hilfts..

  14. Armer Türke
    Erstellt am 6. Juni 2009 um 15:16 | Permanent-Link

    Ich bin fast 37 Jahre alt, meine Ex bekommt ein Kind von mir. Sie will es nicht haben.
    Was kann ich machen um das Kind alleine zu bekommen?
    Ist das möglich, und was muss ich tun, um das außergerichtlich durch zu bekommen?
    Ich traue es mir zu aber geht das so einfach? Kann sie das Kind austragen und
    dann bekomme ich es ? Könnt ihr mir helfen ?

  15. Uli P.
    Erstellt am 16. März 2009 um 13:02 | Permanent-Link

    @Claudia Relsieg
    mir erschließt sich die Intention Ihres Beitrages nicht so ganz. Möchten Sie ein Klischee aufrecht erhalten, dass sich Vatersein und Erziehungsfähigkeit ausschließen? Aus meiner Väterarbeit sind mir Zustände aus AE-Mütter-Haushalten bekannt geworden, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Überforderung mit der Hausarbeit mag ein menschliches, keineswegs aber von Männern gepachtetes Problem sein.
    Ich hoffe mal, dass Sie hier unter einem Pseudonym geschrieben haben. Würde ich im Internet einen solchen Beitrag meiner Frau über mich finden, würde ich mir meine Kinder unter den Arm klemmen und schnellst möglich wieder meine eigenen Wege gehen.
    Uli

  16. Claudia Relsieg
    Erstellt am 20. Februar 2009 um 19:00 | Permanent-Link

    Habe das “AE Männlich Gut” mit großer Begeisterung gelesen, wie ich finde, ein Buch, das die “AE-Männerwelt” schon lange braucht. Bin eine ehemalige AE-Frau und lernte vor einigen Jahren meinen jetzigen Mann kennen, der sich damals voller Stolz als AE-Mann “bestens verkaufte”. Lediglich aus “organisatorischen Gründen” lebte er damals (mit seinem Kind) im Haushalt seiner Großmutter. Nach längerem Kennenlernen wagten wir den Umzug in eine gemeinsame Wohnung. Mir war damals durchaus bewusst, dass sich das neue Patchworkleben erst einspielen müsste, blickte allerdings positiv und zuversichtlich in die Zukunft. Ich rechnete vielleicht mit allen “Katastrophen” (Kinder könnten sich nicht auf Dauer verstehen, Ex-Partner könnten sich zu sehr einmischen…), aber nicht mit dem Schock, der eigentlich folgte: mein Mann hatte leider keine blasse Ahnung von Alltag mit Kindern, Haushalt, Küche, Erziehung.
    Er verließ sich vielmehr von Anfang an (leider stillschweigend) blind darauf, dass ich in meiner neuen Rolle als Patchwork-Mutter ALLES alleine manage (Wäsche, Einkauf, Hausputz, Aufsicht der KInder), jetzt eben als Mutter zweier Kinder. Selbst beschränkte er sich lediglich auf seine “Schon-immer-Rolle” der “berufstätigen Vaters”, der sich nach der Arbeit Ruhe vor dem TV-Gerät gönnt und ansonsten die Kinder am Wochenende mit Mega-Freizeitgestaltungen verwöhnt. Ich liebte diesen Mann von Anfang an aufrichtig, realistisch und mochte auch seinen Sohn. Keine “sonstigen” Hintergedanken bewegten mich dazu, mit ihm den Rest des Lebens verbringen zu wollen. Ich hätte jedem “organisatorischen Haushalts- und Kinder-Arrangement zugestimmt im Sinne einer gerechten Aufgabenverteilung). Leider war mein ehemaliger AE-Vater nur bedingt in der Lage, mit mir zu kooperieren sondern tendiert immer noch zur “klassischen Rollenverteilung” (er-berufstätig und ich berufstätig/Erzieherin/Putzfrau/Köchin….). Nach unzähligen “Verhandlungen”, in denen er nur schwer von seiner “Familienidylle in klassischen Rollen” loslassen konnte, musste ich gezwungenermaßen für mich “rettende” Konsequenzen ziehen.
    Wir sind jetzt, ein verheiratetes Liebespaar in einer Wohngemeinschaft: keine “perfekte Familie”, wie er sich das erträumt hat. Dafür hätte ich mich komplett als Mensch aufgeben müssen. Jetzt kümmert sich jeder um sein eigenes Kind (Wäsche, Kochen, Einkaufen, Schule, Erziehung, “Verwöhnung”), ein Zustand unter dem mein Mann logischerweise nicht ganz glücklich sein kann. Ich habe weniger ein Problem damit, denn ich habe von keiner “Idyll-Familie” blauäugig geträumt, sondern habe mich stets unserer Realität gestellt, wollte kooperieren, wollte “friedlich” leben, mit klaren Vereinbarungen, die uns beiden das Alltagsleben erleichtern sollten. Mein Mann hingegen, wird nichtmal jetzt besonders “aktiv”, denn er hält sich schließlich für einen Mann, der keine Frauenarbeiten erledigt. So lässt er immer noch seine gesamte Wäsche (und die seines Kindes) von seiner lieben Oma waschen, für seinen Anteil des Wohnungs-Putzens bezahlt er 14-tägig eine Haushaltshilfe….ja, ich putze weiter “meinen Teil”, versorge mich und meine Tochter (wie schon immer), habe “Babysitter” für mein Kind wenn ich ausgehe…
    Ich bin “zufrieden”, weil ich nicht mehr für 4 Personen “schuften” muss, nur weil ein Mann mir diese Rolle stillschweigend zugedacht hat. Ich bin ihm keineswegs eine “Last” (finanziell absolut unabhängig von ihm und bei Miete usw. überall zur Hälfte beteiligt. Abgesehen von “Grundsatzdiskussionen” bezüglich “richtiger Familie” (die mein Mann immer noch sehr vermisst), verstehen wir uns gut. Ein Mega-Pluspunkt ist auch der, dass sich unsere Kinder vom ersten Moment an, gegenseitig ins Herz geschlossen hatten. Trotzdem, es herrscht immer mal wieder der “bittere Beigeschmack” einer großen “Enttäuschung bei meinem Mann….er gibt zwar an, mich zu “verstehen”, gibt sogar zu, dass er sich umgekehrt (an meiner Stelle) niemals in solch eine Rolle hätte hineinpressen lassen wollen…allerdings spricht seine “Traurigkeit” und Enttäuschung auch immer wieder wohl auch dafür, dass ICH nicht die richtige Frau für ihn bin.
    Er leidet jetzt sichtlich unter den vielen Aufgaben eines AE-Vaters (zumindest was die Hausaufgabenbetreuung und Beaufsichtigung seines Kindes betrifft), alles andere managt immer noch seine sehr betagte Oma, mit letzter Kraft. Noch ist unsere Liebe groß genug, dass wir noch zusammenhalten (gefühlsmäßig) aber kindermäßig gehen wir nunmal “getrennte” Wege, was zum Glück unseren Kindern nichts ausmacht. Es ist aber, denke ich, eine Frage der Zeit, bis mein Mann mit allen AE-Vater-Aufgaben so überfordert sein wird (weil ihm die Einsicht, auch unbequeme Opfer für sein Kind zu erbringen, weitgehend fehlt. Jetzt erlebt er wirklich das AE-Dasein in vollen Zügen (und ist von Tag zu Tag immer unzufriedener). An “ganz schlechten” Tagen neigt er dazu, logischerweise MIR die alleinige “Schuld” zu geben, einfach nur, weil “normale Familienmütter” sämtliche Aufgaben für die gesamte Bande kommentarlos übernehmen. Sollte er mich irgendwann mit einer “richtigen” Frau “austauschen” wollen, ist es natürlich seine Entscheidung. Ich werde zwar einen sonst lieben Menschen und meine große Liebe “verlieren”, aber auch das werde ich schaffen müssen.
    Nochmal abschließend zum Buch, das ich wirklich toll finde. Schade, dass es mein Mann nicht zu Beginn seiner AE-Vaterzeit lesen konnte. Vielleicht hätte ihm genau dieses Buch darüber die Augen geöffnet, dass er damals, als wir uns kennenlernten, lediglich ein “Freizeitvater” mit “Aufenthaltsbestimmungsrecht war und keinesfalls ein Multitasking-Haushaltsallrounder. SEIN Multitasking beschränkte sich darauf, sein Kind von einem Fastfood-Restaurant ins den nächsten Freizeitpark zu fahren, ihn täglich mit Materiellem zu überschütten, aber z.B. noch nie ein Tischspiel zu spielen, eine Radtour zu machen oder Sonstiges.
    Die interviewten Männer in Ihrem Buch sind offensichtlich tolle Allrounder, die das Multitasking beherrschen, die sich für keine “eigentlich Frauenarbeit” zu schön oder Schade sind. Hingegen gehört mein Mann zu der Sorte; die meint; ein Kind muss lediglich materiell versorgt sein, und alles andere ist grundsätzlich Frauensache. Für oder über diese Sorte AE-Väter, gibt es leider “immer noch kein geeignetes Buch”, was richtig schade ist.
    Zu ihrem Buch würde mich noch interessieren, warum Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass ein alleinerziehender Vater (nur weil er das von heute auf morgen wird), automatisch die Aufgaben (Erziehung, Haushalt…) beherrschen muss? Ich weiß, dass es durchaus sehr viele beherrschen, für mich gibt es den Unterschied zwischen Mann und Frau in diesem Bereich wirklich nicht. Es gibt definitiv Nichts, was Frauen besser können, als Männer. Aber nicht alle alleinerziehenden Männer WOLLEN können. Noch kann ich es mit Humor betrachten, dass ich mich damals “blind” habe täuschen lassen, von der Aussage meines Mannes:”ich bin alleinerziehend”. Ich dachte nicht im Traum daran, ihn zu fragen, ob er überhaupt wüsste, wie die schmutzigen Kleider seines Kindes wieder sauber und gebügelt in den Kleiderschrank “wandern”. Hätte ich damals diese absurde Frage gestellt, hätte er mir vermutlich mit dem Begriff “Frauen” geantwortet. Aber auf so eine dumme Frage bin ich leider nicht gekommen, im Angesicht mit einem Alleinerziehenden.
    Jetzt, Jahre später, weiß ich, dass grundsätzlich jede dumme Frage eine Berechtigung hat, denn die Antwort könnte verdammt wertvoll sein. Hätte ich damals geahnt, wie mein damals ach so toller AE-Vater (und heute Ehemann) sämtliche unangenehmen Aufgaben an andere delegiert oder schlichtweg ignoriert, hätte ich wohl lieber die Flucht ergriffen. Danach siegte die Liebe, sie war und ist immer noch das wertvolle Band zwischen uns, dass uns immer noch verbindet. Jedoch glaube ich, dass mein Mann dieses “zarte Liebesband” irgendwann lieber (notgedrungen) aufs Spiel setzt, um doch noch an das erträumte “Mütterchen am Herd” zu gelangen, die ihm sämtliche Vateraufgaben dankbar abnimmt. Vermutstropfen bei dem Ganzen ist, dass mein Mann aber genau auf den Frauentyp steht, wie ich es bin: berufstätig, eigenes Geld, getrennte Konten,selbstbewusst, viele Jahre kind- und haushalterprobt (und souverän), humorvoll, für keine Arbeit zu schade oder zu schön.
    Mit allen anderen Macken, die ich, wie jeder Mensch einfach habe, kommt er super gut klar: nur einen Wunsch werde ich ihm nie erfüllen können, ihn einfach nur in seine Arbeit zu schicken und sämtliche Haushalt- und Kinderangelégenheiten “vom Hals zu schaffen”. Für diesen “Zweck” muss er sich wohl oder übel, irgendwann auf die erneute Suche nach der “Traumfrau” machen.

  17. Peter H.
    Erstellt am 15. Februar 2009 um 14:48 | Permanent-Link

    Bin seit über 4 Jahren geschieden.
    Mein Sohn ist mittlerweile volljährig.
    Meine Ex hat nicht mal auch nur im Traum dran gedacht Unterhalt zu zahlen.
    Aber bei der Scheidung hat sie ordentlich zugelangt. “Eiskalt.”
    Aber wie schon andere passend beschrieben haben, will man ja nur seine Ruhe haben.
    Aber man macht sich doch so manchesmal gedanken darum, ob man es der Ex zu einfach macht.

  18. Hanebeck, Stefan
    Erstellt am 17. Dezember 2008 um 04:48 | Permanent-Link

    Hallo zusammen,
    bin auch Alleinerziehender Vater von fünf kleinen Kindern. Werde auch meiner Aufgabe als Alleinerziehender Vater gerecht, was leider aber nicht immer ankommt seitens des Gerichtes und mancher Einrichtungen.
    Recht haben und Recht kriegen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Mehr kann man da wirklich nicht leisten um seine Sache gut zu machen. Da bringt auch die Theorie keine Tipps wenn man die Praxis schon meistert. Das was in den Studiengängen bei manchen Therapeuten, Jugendamtsmitarbeiter … gelehrt wird darf hier allemal keine Anwendung finden. Es taugt nicht.

  19. tonya
    Erstellt am 9. November 2008 um 17:40 | Permanent-Link

    Tut mir leid aber das ist totaler schwachsinn was da geschrieben wird dass frauen keinen unterhalt zahlen. Hat sich jemand schon mal gedanken gemacht was frauen überhaupt nach einer oder zwei babypausen überhaupt verdienen wenn sie anschliessend überhaupt einen job bekommen..

  20. Uli
    Erstellt am 29. September 2008 um 16:05 | Permanent-Link

    Endlich mal ein Werk für eine seltene Spezies, den allein-erziehenden (AE-) Vater oder Betreuungsvater!
    Ratgeber über Erziehungsfragen und auch zum Thema Alleinerziehung gibt es zur Genüge. Diese zielen jedoch nahezu ausschließlich auf die Gruppe der Mütter ab. Die Situationen der AE-Väter sind jedoch nur sehr bedingt mit denen der AE-Mütter vergleichbar, so dass es zwingend eines solchen Werkes bedurfte, dem hoffentlich weitere folgen werden.
    Das Buch richtet sich vor allem an den Vater, der unmittelbar vor der Entscheidung oder der Zwangsläufigkeit steht, alleine Verantwortung für seine Kinder übernehmen zu wollen oder zu müssen. Es versucht auch und gerade dem Vater, der vielleicht zu Ehezeiten das klassische Rollenbild „Alleinverdiener/ Hausfrau“ gelebt hat und nun vor dem Problem steht, beide Rollen einzunehmen, Mut zu machen.
    Alleinerziehend kann man übrigens nicht nur durch Scheidung/ Trennung werden. Krankheits- oder Unfalltod der Partnerin kann von heute auf morgen für Vater und Kinder die gleiche Situation bedingen. Auch wenn der gerichtliche/ juristische Stress hier weniger zum tragen kommt, kann auch für diese Väter der ein oder andere Tipp hilfreich sein.
    Das Büchlein ist ein Werk „zum Anfassen“. D.h. es zieht sich nicht zäh durch Paragraphen und deren Kommentare. Dort, wo es unerlässlich ist, werden diese natürlich auch entsprechend kommentiert, im Wesentlichen lebt der Text jedoch von den Schilderungen und Erfahrungen der interviewten Personen. Für jemanden wie mich, der seit bald sechs Jahren Betreuungsvater ist und einen bald acht Jahre währenden beispiellosen Rosenkrieg abschließen konnte, liest sich das Buch fast mit Spaß. Es hinterließ auf mich einen ganz eigenen Eindruck, wenn man aus dieser Perspektive auf die eigenen Erlebnisse zurückblicken kann.
    Wenn ich eben schrieb, dass ich selbst trotz Betreuungssituation einen beispiellosen Rosenkrieg durchleben musste, so zeigt dies exemplarisch die Unterschiede zwischen AE-Vätern und AE-Müttern. Ende der 70er Jahre wurde das Schuldscheidungsprinzip abgeschafft. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es heute keinen Schuldigen mehr gibt. Es wurde lediglich die Suche nach dem Schuldigen eingestellt und diese Rolle einseitig dem Manne zugewiesen. Dies sind knapp beschrieben die Möglichkeiten mit denen man zu rechnen hat, wenn man als Mann vor der Trennung steht (egal ob man die Kinderbetreuung anstrebt oder nicht). Armin Fischers Buch zeigt hier, wie es möglich wird, nicht MIT Hilfe der Gerichte und Jugendämter zu einer befriedigenden Lösung kommen kann, sondern TROTZ dieser Einrichtungen. Es beschreibt, dass wir nicht nur keine Unterhaltsleistungen von Seiten der Mütter zu erwarten haben, sondern froh sein können, wenn diese nicht selbst auf unserer Ausgabenliste erscheinen. Aber, liebe Leidensgenossen, sind wir nicht Manns genug, unsere Kinder selbst groß zu ziehen, die wir einmal verantwortungsvoll in diese Welt gesetzt haben! Kann man nicht viel aufrechter durch das Leben schreiten ohne das ständige Zetern und Greinen um das Geld anderer Leute; macht es nicht glücklicher, wenn man das gemeinsame Leben gemeistert bekommt, ohne in der (moralischen) Schuld anderer Menschen zu stehen ?!
    Dem unbedarften Leser mag es wundern, dass der Autor dem (künftigen) Liebesleben in seinem Buch so großen Raum gegeben hat. Dies mag sicher einerseits in seiner eigenen Biographie als ehemaliger Journalist für Frauenzeitschriften begründet sein. Ich denke aber, dass er aus eigener Erfahrung um die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen in Trennungssituationen weiß – insbesondere in der Kombination Trennung und AE. Trennung und Scheidung sind einschneidende Erlebnisse, in denen es eigentlich in besonderer Weise der Zuneigung und menschlicher Wärme bedarf. Diese Möglichkeit ist aber genommen. Der Betroffene fühlt sich abgeliebt und wertlos, Torschlusspanik macht sich breit. In dem Büchlein werden deshalb die besonderen Chancen des AE-seins für die erneute Partnerfindung oder zumindest den Erhalt eines erbaulichen Sexuallebens (nach erfolgter Trauerarbeit) herausgearbeitet. Damit wir uns hier nicht blind in den nächsten Abgrund stürzen, hat der Autor gleich eine (lustig zu lesende und sicher auch nicht zu ernst zu nehmende) Beschreibung der verschiedenen Frauentypen mitgeliefert.
    Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals etwas mehr Lebenshilfe zur Verfügung gehabt hätte. Hier schließt das Buch eine wichtige Lücke!

  21. Thomas Niebergall
    Erstellt am 20. August 2008 um 02:37 | Permanent-Link

    Ich lebe seit 6 Jahren mit meinen beiden Kids (heute 11 und 12) allein. Ich habe Erfahrungen machen müssen, um die ich nie hätte würfeln wollen. Als meine Ex ging, wars für sie selbstverständlich, das Kindergeld einzubehalten und keinen Unterhalt zu zahlen. Statt dessen wollte sie über den Umweg Sozialamt aber durchsetzen, dass ich ihre Miete mitfinanziere, was ich Gott sei Dank abbügeln konnte. Ich rannte neben meiner (Vollzeit-) Arbeit von Amt zu Amt und hatte überall als erstes mal nachzuweisen, dass ich die beiden Kinder TATSÄCHLICH und zwar JEDEN TAG habe und das nicht nur vorgebe. Ich wurde auch jedesmal eindringlichst darauf hingewiesen, dass ich mich möglicherweise strafbar mache, wenn ich Falschangaben mache, denn selbstverständlich war ich ja als alleinerziehender Vater erstmal als ziemlich fragwürdig anzusehen. Danach dauerte es jeweils noch eine ganze Weile, bis meine Anträge überhaupt bearbeitet wurden.
    Übrigens, das Kidergeld einzubehalten, obwohl man nicht erziehender Elternteil ist, ist in Deutschland ein echtes Steuervergehen und in sich strafbar. Merkwürdig ist, dass meine Ex offensichtlich bis heute keinerlei Konsequenzen erfahren musste. Liegt das an ihren schönen blauen Augen…? Ich wäre an ihrer Stelle sicher schon längst vorm Kadi gelandet. Unterhalt zahlt sie dann auch bis heute nicht. Ich bekomme immer noch Unterhaltsvorschuß vom Amt. Ob sie an die zahlt…wer weiß das schon so genau? Im nächsten Monat wird meine große Tochter 12 und der Anspruch auf Unterhaltsvorschuß erlischt. Von da ab MUSS die Mutter zahlen. Ich bin jetzt schon gespannt, was daraus wird. Bislang spielt sie den Kids ja noch die treusorgende, liebe Mami vor (das heißt, sofern sie sie mal abholt, denn 8 von 10 Besuchen werden ja üblicherweise frühestens 48Std. vorher abgesagt), aber wenn sie den Unterhalt nicht zahlt, wird meine Tochter automatisch zum Sozialfall. Bislang wissen die Kids nichts über die Zahlungs-Säumigkeit ihrer “Mami”, wie ich das dann vor ihnen geheim halten soll, kann ich mir noch nicht so recht ausmalen.
    Meine Kids haben lernen müssen, echte Aussenseiter zu sein. Allein mit Papa…wie soll das denn gehen?!! Kann der überhaupt kochen? Putzen? Waschen und bügeln? Solchen (unsinnigen) Fragen sind wir drei andauernd ausgesetzt und müssen uns permanent erklären und verteidigen. Ich erinnere mich an einige Kindergeburtstage, an denen keine oder nur wenige Kinder kamen, denn so´n Vater ist doch sicher…EXTREM merkwürdig! Inzwischen klage ich auch auf den gesamten ausstehenden und Rest-Kindesunterhalt der letzten Jahre und das sind immerhin 10.000 € ( in Worten ZEHNTAUSEND ) und muß mich allen Ernstes häufig deshalb rechtfertigen. Brauchst Du das Geld denn wirklich sooo dringend? Bist Du nicht auch so über die Runden gekommen? HEY!!! Das ist NICHT mein Geld! Es gehört den Kids! Und ja, sie brauchen das Geld. Für Schulbücher, Kinderzimmer, Kleidung, Reit- und Sportkurse, kleinere und bescheiden-größere Wünsche, für Busfahrkarten und Schuhe. Ist das zu viel? Was würden die Ämter mit MIR machen, wenn ich diese Summe hätte anhäufen lassen? Bin ich wirklich gierig, wie meine Ex sagt? Oder hat sie einfach nur nicht begriffen, dass Kinder keine Blumenvasen sind, die man einfach mal wegstellt, wenn man sie nicht mehr braucht?
    Als ich Vater wurde, wusste ich, das bleibt nun bis ans Ende meiner Tage so. Ich wäre froh, die Mutter würde das ähnlich sehen. Meine beste Erfahrung ist witzigerweise der Versuch meiner Ex, mir 6 Monate nach ihrem Auszug die Kids per Gerichtsbeschluss wieder wegzunehmen. Der RichtER (!!!) war MEGA Klasse! Hat die Situation absolut objektiv betrachtet und ist schlicht zu dem Ergebnis gekommen, dass meine Motive kinder-orientiert sind und ihre möglicherweise finanziell. Ich habe ein schönes, gestempeltes Stück Papier, auf dem steht, dass die Kids bei MIR wohnen. Dieser Richter möge ein langes und glückliches Leben haben. Und: Bei all dem Stress, den ich hatte, bei all den durchgemachten Nächten an Kinderbetten, bei all den Tränen, die ich geweint und bei all der Verzweiflung, die ich durchlebt habe (siehe Buch, besser hätte ichs auch nicht schreiben können), die Entscheidung, alleinerziehend zu sein, war die beste meines Lebens.

  22. Paul S.
    Erstellt am 12. August 2008 um 03:50 | Permanent-Link

    Ein Buch zu diesem Thema ist überfällig. Das Inhaltsverzeichnis lässt Gutes erahnen. Ich habe es schon vorbestellt. Bin seit 2 Jahren alleinerziehender Vater eines 7jährigen Sohnes. Rosenkrieg. Schlimm. Hilfe/Rat gibt es kaum. Tolle Idee, dieses Thema aufzugreifen!

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